Ardelia

Ardelia

Natur Unterstützer Tech-Einheit
Seltenheit★★★★★★
HauptattributWEI
WaffentypTech-Einheit
CV(Englisch) Lindsay Sheppard
CV(Japanisch) Kanemoto Hisako
CV(Koreanisch) Kim Ha-ru
CV(Chinesisch) Cool

Kampf-Tags

LP-BehandlungKorrodierenEmpfänglichkeit

Eigenschaften

Abenteuer: Bergsteigen
Sie mag benommen sein und ihr mag alles wehtun … Dennoch gibt sie alles, um die Spitze des Felsvorsprungs zu erreichen.
Natürliche Hintergrundgeschichte: Geologische Landvermesserin
Lass ein Richtblei fallen, das direkt ins Herz dieses Landes zeigt.
Lifestyle: Konditorin
Ich werde etwas Butter und Schokolade mischen, um einen extragroßen Lavakuchen zuzubereiten. „Bitte etwas Geduld, Leute! Jeder bekommt ein Stückchen.“
Natur: Ökologische Affinität
Das Plätschern des Regens auf dem Land ist die Sprache, mit der sich die Welt erneuert. Wenn der Morgen heranbricht, erhält alles ein neues Aussehen.

Attributwachstum

Lv. Durchbruch STR GES WEI WIL Max HP ANG VER KRIT-Rate ANG-Tempo
1 0 9.89.520.115.95003005.0%1
2 0 10.910.421.517.05563305.0%1
3 0 12.111.422.918.26123705.0%1
4 0 13.212.324.319.36684005.0%1
5 0 14.413.325.820.57244305.0%1
6 0 15.514.227.221.67814605.0%1
7 0 16.715.228.622.88375005.0%1
8 0 17.816.130.023.98935305.0%1
9 0 19.017.131.425.19495605.0%1
10 0 20.118.032.826.210056005.0%1
11 0 21.319.034.227.410616305.0%1
12 0 22.419.935.728.511176605.0%1
13 0 23.620.937.129.711737005.0%1
14 0 24.721.838.530.812307305.0%1
15 0 25.922.839.932.012867605.0%1
16 0 27.023.741.333.113427905.0%1
17 0 28.224.742.734.313988305.0%1
18 0 29.325.644.135.414548605.0%1
19 0 30.526.645.636.615108905.0%1
20 0 31.627.547.037.715669305.0%1
21 1 32.828.548.438.916229605.0%1
22 1 33.929.449.840.016799905.0%1
23 1 35.130.451.241.2173510305.0%1
24 1 36.231.352.642.3179110605.0%1
25 1 37.432.254.043.5184710905.0%1
26 1 38.533.255.444.6190311205.0%1
27 1 39.734.156.945.8195911605.0%1
28 1 40.835.158.346.9201511905.0%1
29 1 42.036.059.748.1207112205.0%1
30 1 43.137.061.149.2212812605.0%1
31 1 44.337.962.550.4218412905.0%1
32 1 45.438.963.951.5224013205.0%1
33 1 46.639.865.352.7229613605.0%1
34 1 47.740.866.853.8235213905.0%1
35 1 48.941.768.255.0240814205.0%1
36 1 50.042.769.656.1246414505.0%1
37 1 51.243.671.057.3252014905.0%1
38 1 52.344.672.458.4257715205.0%1
39 1 53.545.573.859.6263315505.0%1
40 1 54.646.575.260.7268915905.0%1
41 2 55.847.476.761.9274516205.0%1
42 2 56.948.478.163.0280116505.0%1
43 2 58.149.379.564.2285716805.0%1
44 2 59.250.380.965.3291317205.0%1
45 2 60.451.282.366.5296917505.0%1
46 2 61.552.283.767.6302617805.0%1
47 2 62.753.185.168.8308218205.0%1
48 2 63.854.186.669.9313818505.0%1
49 2 65.055.088.071.1319418805.0%1
50 2 66.156.089.472.2325019205.0%1
51 2 67.356.990.873.4330619505.0%1
52 2 68.457.992.274.5336219805.0%1
53 2 69.658.893.675.7341820105.0%1
54 2 70.759.895.076.8347420505.0%1
55 2 71.960.796.578.0353120805.0%1
56 2 73.061.697.979.1358721105.0%1
57 2 74.262.699.380.3364321505.0%1
58 2 75.363.5100.781.4369921805.0%1
59 2 76.564.5102.182.6375522105.0%1
60 2 77.665.4103.583.7381122505.0%1
61 3 78.866.4104.984.9386722805.0%1
62 3 79.967.3106.386.0392323105.0%1
63 3 81.168.3107.887.2398023405.0%1
64 3 82.269.2109.288.3403623805.0%1
65 3 83.470.2110.689.5409224105.0%1
66 3 84.571.1112.090.6414824405.0%1
67 3 85.772.1113.491.8420424805.0%1
68 3 86.873.0114.892.9426025105.0%1
69 3 88.074.0116.294.1431625405.0%1
70 3 89.174.9117.795.2437225805.0%1
71 3 90.375.9119.196.4442926105.0%1
72 3 91.476.8120.597.5448526405.0%1
73 3 92.677.8121.998.7454126705.0%1
74 3 93.778.7123.399.8459727105.0%1
75 3 94.979.7124.7101.0465327405.0%1
76 3 96.080.6126.1102.1470927705.0%1
77 3 97.281.6127.6103.3476528105.0%1
78 3 98.382.5129.0104.4482128405.0%1
79 3 99.583.5130.4105.6487828705.0%1
80 3 100.684.4131.8106.7493429105.0%1
81 4 101.885.4133.2107.9499029405.0%1
82 4 102.986.3134.6109.0504629705.0%1
83 4 104.187.3136.0110.2510230005.0%1
84 4 105.288.2137.5111.3515830405.0%1
85 4 106.489.2138.9112.5521430705.0%1
86 4 107.590.1140.3113.6527031005.0%1
87 4 108.791.1141.7114.8532731405.0%1
88 4 109.892.0143.1115.9538331705.0%1
89 4 111.092.9144.5117.1543932005.0%1
90 4 112.193.9145.9118.2549532305.0%1

Durchbruch

Beförderung I
Aktivieren, um die Levelbegrenzung des Operators auf 40 zu erhöhen.
Einkleiden I
Aktivieren, damit der Operator Ausrüstung in blauer Qualität ausrüsten kann.
T-Kreditscheine ×1,600 T-Kreditscheine ★★★★ Wird mit „TK“ abgekürzt. Diese Währung wird vielerorts anerkannt und verwendet.
Beförderung II
Aktivieren, um die Levelbegrenzung des Operators auf 60 zu erhöhen.
Einkleiden II
Aktivieren, damit der Operator Ausrüstung in lila Qualität ausrüsten kann.
T-Kreditscheine ×6,500 T-Kreditscheine ★★★★ Wird mit „TK“ abgekürzt. Diese Währung wird vielerorts anerkannt und verwendet.
Beförderung III
Aktivieren, um die Levelbegrenzung des Operators auf 80 zu erhöhen.
Einkleiden III
Aktivieren, damit der Operator Ausrüstung in goldener Qualität ausrüsten kann.
T-Kreditscheine ×18,000 T-Kreditscheine ★★★★ Wird mit „TK“ abgekürzt. Diese Währung wird vielerorts anerkannt und verwendet.

Operator-Akten

GRUNDLEGENDE INFO
DECKNAME: Ardelia
GESCHLECHT: Weiblich
AUTHENTIFIZIERUNG: Rhodes Island
GEB.: 18. Oktober
SPEZIES: Caprinae
[ORIPATHIE-INFEKTIONSSTATUS]
Oripathie-negativ, basierend auf ärztlichen Befunden.

[INTEGRIERTE PHYSISCHE UNTERSUCHUNG]
PHYSIOLOGISCHE STÄRKE: Normal
KAMPFFERTIGKEIT: Standard
TAKTISCHER SCHARFSINN: Normal
ORIGINIUM-TECHNIKEN-ASSIMILIERUNG: Ausgezeichnet
ZUSAMMENFASSUNG DER PERSONALABTEILUNG
Ardelia ist eine meisterhafte Geologin von Rhodes Island. Ihr Fachgebiet sind vulkanische Gefahren und sie hat große Beiträge zur geologischen Erforschung von Talos-II geleistet. Seit ihrer Anstellung bei Endfield verbringt sie einen großen Teil ihrer Zeit mit Forschungsexpeditionen.

Ardelia ist eines der Ausnahmetalente, die sich oft an der vordersten Front neuer wissenschaftlicher Entdeckungen wiederfinden. Sie zeichnet sich nicht nur durch ihre Expertise, sondern auch durch ihr Durchhaltevermögen, ihren Mut und vor allem durch ihre aufrichtige Liebe zur Wissenschaft und ihre unstillbare Neugier aus. Ohne engagierte Forschende wie sie werden wir die Welt, in der wir leben, vielleicht niemals vollständig verstehen.
Oft trifft man sie allein auf Expeditionen an – beim Sammeln von Proben, der Erforschung geologischer Formationen und bei der Formulierung von Theorien basierend auf ihren Entdeckungen. Dank ihrer Bemühungen konnte Endfield ein tieferes Verständnis der Geologie von Talos-II und der Bedrohungen durch die Verderbnis gewinnen. Ihre Forschung bildet das Fundament, auf dessen Grundlage Notfallpläne für Verderbnisausbrüche formuliert wurden. Ich respektiere Ardelia wirklich sehr – ihre Bescheidenheit, ihre Anmut und ihre unerschütterliche Gewissheit, den Sinn ihres Lebens gefunden zu haben. Es kommt einem so vor, als trüge sie eine unendliche Quelle der Stärke in sich und wisse immer ganz genau, welchem Weg sie folgen will.
– Martin Marvin Malen, Assistent, Personalabteilung, Endfield Industries
1. DATEI
Herr Dollys Spiel I
Kurz nach ihrer Einstellung bei Endfield besuchte Ardelia einen Sektor auf Talos-II, der von der Verderbnis verwüstet wurde. Das geologische Desaster hatte eine ehemals friedliche Siedlung ausgelöscht und Risse hinterlassen, aus denen noch immer Energiepulse aufstiegen. Die Überlebenden hatten mehr als nur physische Wunden erlitten und in ihren Augen lag eine Leere, wie sie nur das Trauma nach einem Desaster auslösen kann.
Ardelia blieb eine Weile in der Zuflucht. Die Verwundeten stapelten sich auf den Stahlliegen – verlorene Gliedmaßen, leere Augen, vom Trauma ausgehöhlte Stimmen. Weiße Vorhänge schirmten ihr Leiden voneinander ab und das piepsen der medizinischen Monitore erinnerte an einen traurigen Herzschlag.
Ardelia arbeitete pausenlos – sie organisierte Vorräte, wechselte Verbände und flüsterte den Verwundeten aufmunternde Worte zu. Irgendwann unterbrach eine von Trauer verzerrte Stimme sie: „Was weißt du schon.“
Sie gehörte einem kleinen Mädchen, das die Worte mit für ihre Größe überraschender Härte durch zusammengebissene Zähne presste: „Du kannst aufrecht stehen. Deine Schritte sind sicher. Keine Katastrophe hat dich gebrandmarkt.“
Das Mädchen wandte sich ab, als ihre Stimme zu brechen begann. „Hör auf, so zu tun, als könntest du es verstehen. Vielleicht warst du mal krank, aber du bist geheilt. So ein Glück werden wir nicht haben. All unsere Geschichten enden mit demselben Satz: Sie litten für den Rest ihres Lebens unter den Schmerzen. Wenn du also sagst, du würdest uns verstehen … ist das wie ein klägliches Almosen. Verschone uns damit.“
Da stand Ardelia nun in ihrem Laborkittel, mit sorgfältig zusammengebundenen Haaren, sicheren Schritten und strahlenden Augen. Das Originium hatte die Wiederhersteller-Krankheit fortgewaschen und ihr ein Gespür für das Flüstern des Windes und die kleinsten Risse im Gestein verliehen. Dort jedoch, im Angesicht derjenigen, die noch in ihrem Schmerz ertranken, wusste auch ihre technische Perfektion keine Antwort.
Als die Dunkelheit sich über das Land legte, erschien Herr Dolly.
Er trampelte zwischen den Betten und Korridoren herum und hinterließ nichts als Chaos – umgeworfene Medikamentenschränke, verschütteter Tee und viel zu heiße Wärmflaschen unter den Kissen. Die Krankenpfleger fluchten wegen der Hitze und die Kinder schrien, weil sich „etwas Pelziges“ unter ihre Decken wühlte.
Ardelia verfolgte Herrn Dolly bis in einen alten Pausenraum, wo sie unter einem Leinentuch ein völlig verstaubtes Klavier entdeckte. Herr Dolly trampelte über die Tasten und die dadurch erzeugten dissonanten Töne verhalfen Ardelia zu einer Einsicht.
Sie nährte sich dem Klavier und wischte den Staub herunter. Die vergilbten Tasten lagen nun vor ihr, einige der tieferen Töne waren verstimmt, das Instrument funktionierte aber noch. Sie setzte sich und ihre Fingerspitzen tanzten zunächst zögerlich über die Tasten und sandten eine Reihe Arpeggios aus Leithanien durch die abgestandene Luft.
Erst ein Stück … dann ein zweites … und zu Beginn des dritten Stückes erklang das leise Tapsen vorsichtiger Schritte aus dem Gang.
Herr Dolly hatte sich in der Nähe eingerollt wie ein kleines, warmes Kissen. Die Kinder kuschelte sich in sein Fell und ihr Atem passte sich dem Takt von Ardelias Klavierstück an, das die stickige Luft mit Klängen erfüllte.
Auch das kleine Mädchen kam herein und hockte sich still in die hinterste Ecke.
„Es tut immer noch weh“, wisperte sie, „aber wenn du spielst … lohnt es sich wieder, die Welt zu ertragen.“
2. DATEI
Herr Dollys Spiel II
Die Geologie von Talos-II … unterschied sich stark von den ihr bekannten Vulkanen, die von der Energie der Ausdehnung, Ausbrüchen und Ausflüssen erfüllt waren. Die Erosion enthüllte hier vielmehr Korrosion, Verfall und Schwund. Die Gesteinsschichten verloren ihre Logik, es sah aus, als sei die Erde selbst erkrankt. Ihre Haut schälte sich ab, ihre Adern waren verzerrt und manche Bereiche waren von Anomalien verzerrt.
Ardelia kam her, um die Verderbnis zu untersuchen und mit ihrer unvorhersehbaren Ausbreitung Schritt zu halten. Oft begab sie sich allein in Hochrisikogebiete und reduzierte ihr Leben auf eine Liste von Aufgaben.
Bald redete sie deutlich weniger und wob ihre Gedanken nicht mehr zu Gedichten. Ihre Stimme wurde leiser, sie vergaß oft, zu essen und nachts ballten ihre Hände sich im Schlaf zu Fäusten. Alles, für dessen Schutz sie so sehr gekämpft hatte – ihre Augen, Ohren und der Rhythmus ihres Herzschlags – erfüllte sie jetzt mit leisem Unbehagen. Die Gesundheit, die sie sich so hart erkämpft hatte, wurde ihr von einem unsichtbaren Grauen wieder genommen.
„Wie viel Zeit bleibt mir noch?“, fragte sie sich. Dabei fürchtete sie nicht den Tod, sondern vielmehr, das Rennen gegen den Verfall dieser seltsamen neuen Welt zu verlieren.
Bis zu dem Tag, an dem Herr Dolly aus einem düsteren Abgrund sprang.
Er warf ihrem Geologenhammer um und schnappte sich ihre Werkzeugtasche. Ardelia folgte ihm und rief ihm zu, ohne, dass ihn das gekümmert hätte. Die beiden rannten weiter und immer weiter – weg vom Pfad und von allen Plänen. Ardelia hätte einen neuen Verderbnis-Riss untersuchen sollen, stattdessen fand sie sich in einem ruhigen, von Klippen umgebenen Tal wieder.
Vor ihr erstreckte sich eine weitläufige, säulenartige Formation einheimischen Gesteins. Sechseckige Säulen ragten wie die Tasten eines Klaviers aus dem Boden. Zu ihren Füßen fanden sich uralte, durch einen Vulkanausbruch konservierte Ruinen, deren Zustand so gut war, dass es schien, als wäre die Zeit stehen geblieben.
In ihrem Herzen wurde ein wohlbekannter Funke entfacht. Ardelia kniete sich hin, nahm ihr Notizbuch zur Hand und begann, zu zeichnen – nicht für die Mission, nicht, um Daten festzuhalten sondern einfach, weil der Anblick wunderschön war und sie fesselte.
An diesem Abend schlugen Ardelia und Herr Dolly ihr Camp in der Nähe auf. Ein kühler Windhauch wisperte in der Luft und die Sterne gingen zwischen den rauen Felssäulen auf. Herr Dolly, der sich zu ihren Füßen eingerollt hatte, musste niesen und die Kappe von Ardelias Stift kullerte ins Gras.
„Du hast mich doch absichtlich hierher geführt, oder?“
Herr Dolly gab darauf keine Antwort. Er drehte sich um und stupste ihren Stiefel mit seinem Bein an.
„Du findest, dass ich nicht mehr ich selbst bin … dass ich nichts anderes mehr mache, als mich zu sorgen und das Rennen gegen die Verderbnis zu bestreiten.“
„Aber ich habe auch Angst. Angst, dass es … zu spät sein könnte, wenn ich nur für einen Moment nachlasse.“
Sie strich mit den Fingern über Herrn Dollys Rücken und schloss die Augen. Die Wärme seines Fells unter ihrer Hand war so beruhigend, dass sie zum ersten Mal seit Langem in einen ruhigen, friedlichen Schlaf unter freiem Himmel fiel.
Am nächsten Morgen notierte sie Folgendes in ihrem Notizbuch:
„Alte vulkanische Ruinen im Nordosten entdeckt. Säulenstrukturen gut erhalten.“
„Herr Dolly hat mich hergeführt. Habe mich an meine Liebe zur Geologie erinnert. Stimmung: glücklich.“
„An mich selbst: Mach langsamer. Denk an deine Gesundheit.“
3. DATEI
Herr Dollys Spiel III
Während ihr Blick über die schimmernde Küste und die Wolkenkratzer in der Ferne schweifte, tauchte ein längst vergessener Name in Ardelias Geist auf – Siesta, eine vulkanische Stadt, die in warme Erinnerungen gehüllt war.
Die Stadt, die nun vor ihr lag, war jedoch La Fantoma – das Juwel des Gürtels und die goldene Stadt von Talos-II.
Als angesehene Geologin war Ardelia eingeladen worden, bei einem großen Wissenschaftsforum einen Vortrag über „Ordnung in der neuen geologischen Ökologie auf Talos-II“ zu halten. Sie hatte nicht vorgehabt, mehr als eine normale Präsentation zu halten und war überrascht, als ihr Vortrag für einigen Aufruhr sorgte.
Vertreter mehrerer Unternehmen scharrten sich um sie, hielten ihr Pläne für einen neuen Industriepark unter die Nase und wollten ihre Meinung dazu hören. Erfahrene Kollegen teilten begeistert ihre neuesten Entdeckungen mit ihr in der Hoffnung, Ardelia zu einer Zusammenarbeit bewegen zu können. Selbst Regierungsvertreter mit dicken Ordnern traten an sie heran und luden sie ein, Teil eines neuen Großprojektes zu werden.
So fand eine ruhige Feldforscherin sich plötzlich im Rampenlicht wieder.
Auf einfache Handschläge folgten bald auch herzliche Komplimente: „Du bist eine Inspiration für uns alle.“ Im Aufzug wurde Ardelia von einer Person mit einem Notizbuch aufgehalten, die sie um ein Autogramm bitten wollte, um dieses in ihrem Labor aufzuhängen. Wenn sie sie auf der Straße bemerkten, riefen Kinder aufgeregt: „Mama, ich will auch Forscherin werden!“ Selbst ein Straßenhändler überreichte ihr ein Getränk mit den Worten: „Mein Neffe interessiert sich sehr für Geologie – hätten Sie Buchempfehlungen für ihn?“
Zunächst war Ardelia von all der Aufmerksamkeit tief gerührt. Sie nickte jedem begeisterten Gesicht freundlich zu und beantwortete geduldig jede gut gemeinte Frage. Aber langsam machte sich auch Erschöpfung in ihr breit. Sie verabscheute die Leute nicht, die an sie herantraten und auch die Aufmerksamkeit war ihr nicht unangenehm. Es war nur so … dass sie kein Interesse daran hatte, „bekannt“ zu sein.
Nach einer anstrengenden dreistündigen Konferenz riss sie schließlich die Tür auf und floh. Sie rannte an einem Poster vorbei, auf dem sie selbst mit dem Schriftzug „Forscherinnen als Vorbild“ abgebildet war, und verschwand in der Menge.
Da erst fiel ihr auf, dass Herr Dolly verschwunden war.
Niemand wusste, was er war oder wo er steckte. In einem Einkaufszentrum rief eine Frau, dass „etwas Flauschiges“ sie angerempelt hätte. Auf einem Dach zertrampelte „eine pinke Kreatur“ ein Blumenbeet. Jemand veröffentlichte sogar ein Foto, auf dem verschwommen zu sehen war, wie „etwas Rundes“ über eine Ticketschranke sprang – nachdem es eine Tüte Zuckerwatte gestohlen hatte.
Ardelia ging diesen Hinweisen nach und durchsuchte die halbe Stadt. Die Sohlen ihrer Schuhe wurden schon dünn, ihr Rock war mit Schlamm verschmiert und ein Kopfschmerz machte sich langsam bemerkbar.
Beinahe am Ende ihrer Kräfte stolperte sie aus einer Seitenstraße und blieb stehen.
Hier, am Rand der Stadt, befand sich ein Fleckchen unberührter Wildnis – ungezähmt und voller Wildblumen. Die von Meer herüberwehende Brise trug ihren Duft wie sanfte Wellen herüber. Und mitten im Blütenmeer lag Herr Dolly, bewegungslos wie die Erde selbst.
„Was machst du denn hier?“, fragte Ardelia, halb frustriert und halb belustigt. Herr Dolly antwortete nicht. Er rollte sich nur träge auf die andere Seite.
Ardelia betrat die Blumenwiese und setzte sich zu ihm. Dann schaltete sie ihr Mobilterminal aus. Die Treffen, die Verpflichtungen – all das konnte warten.
Schließlich passt nichts so gut zu einer Geologin wie die unberührte Wildnis.
4. DATEI
Herr Dollys Spiel IV
An dem Tag, als Ardelia mit ihrem Probenkoffer in der Hand an Bord der Dijiang ging, bemerkte sie, dass etwas fehlte.
„Wo ist Herr Dolly …?“
Das flauschige Wesen, das die meisten anderen Personen nicht sehen konnten, wanderte bereits quietschfidel auf der Dijiang umher.

Vor aller Augen verbeugte Xaihi sich entschuldigend vor der leeren Luft und sagte: „Ich entschuldige mich aufrichtig. Es war nicht meine Absicht, auf dich zu treten, edle unsichtbare Kreatur.“
In der Kantine war die Luft erfüllt von aufgeregten Schreien: „Gerade ist etwas hier reingestürmt!“ „Wer hat die Hälfte des Suppen-Ansatzes aufgeschlabbert?!“
„Wer hat meinen Klingelton geändert? Und warum zu ‚Mäh mäh mäh‘?! Oh nein … Ich komme zu spät zum Schwertkampftraining!“
„Das muss ein Geist sein! Ein pinkfarbener Geist! Oooh, der gehört mir!“, rief Yvonne und sprintete aufgeregt durch den Flur.
Als Ardelia am Ort des Geschehens eintraf, fand sie den Endministrator neben der Tür hockend vor, eine Hand ausgestreckt, als gelte es, eine stumme Erlaubnis einzuholen.
Herr Dolly betrachtete den Endministrator einen Moment lang, ehe er sich wortlos gegen die ausgestreckte Hand drückte und zuließ, dass die Finger des Endministrators durch seine dicke Wolle strichen.

„Die fromme Schwester … ist durch nichts außer der Suche nach Weisheit zu beeindrucken.“
„Der fröhliche Koch? Oh, hinter diesem Grinsen stecken tiefsinnigere Gedanken. Verwechsle seine Leichtigkeit nicht mit Sorglosigkeit, nicht, bis er seine Bürden abgelegt hat.“
„Dieses Mädchen, das davon träumt, eine Meisterfaustkämpferin zu sein … Ob sie wohl aus diesem Traum aufwachen wird? Oder wird sie die Welt zwingen, sich ihrem Traum zu beugen?“
„Nun, die junge Dame, die meinen Rosaton teilt … Sie hat ihren Weg bereits gefunden. Sie ist glücklich.“
Ardelia saß neben Herrn Dolly auf der Brücke. Jenseits des Aussichtfensters flackerten die Sterne wie weit entfernte Laternen und die Dijiang selbst schlummerte in der stillen Dunkelheit wie ein stummer Gigant, der durch den Kosmos treibt.
„Und dann wäre da noch die Person mit der Maske …“
Herr Dolly zuckte mit den Ohren und ließ ein leises, zufriedenes Blöken ertönen – als wolle er sagen: „Dem Endministrator kannst du vertrauen.“

Illustration

Spielen wir
Spielen wir
Künstler: 温泉瓜
Endloser Tagtraum
Endloser Tagtraum
Künstler: 宇木敦哉
Streben
Streben
Künstler: Eteru